Moin aus Hamburg! Die Aktienmärkte scheinen derzeit nur eine Richtung zu kennen: nach oben. Auch in dieser Woche verzeichneten die großen Indizes erneut mehrere Rekordstände. Doch stellt sich die Frage, ob die aktuelle Rally nicht von übermäßiger Euphorie getrieben wird – und ob am Ende das große Erwachen folgt. Am Dienstag wurden die Verbraucherpreise aus den USA veröffentlicht. Die Kernrate, also ohne Energie und Lebensmittel, stieg im Monatsvergleich von 0,2 % auf 0,3 %. Der Verbraucherpreisindex für Juli lag mit 0,2 % leicht unter den Erwartungen von 0,3 %. Auf Jahressicht blieben die Verbraucherpreise bei 2,7 %, prognostiziert worden waren 2,8 %. Diese vergleichsweise moderaten Daten reichten aus, um die Aktienmärkte sprunghaft steigen zu lassen. Dabei übersah der Markt ein bedeutendes Warnsignal: Die Kernrate auf Jahressicht erhöhte sich von 2,9 % auf 3,1 %. Dennoch halten viele Marktteilnehmer eine Zinssenkung im September für wahrscheinlich. Am Donnerstag folgten die Erzeugerpreise – und diese fielen deutlich schlechter aus als erwartet. Im Jahresvergleich stiegen sie von 2,4 % auf 3,3 %, im Monatsvergleich von 0,0 % auf 0,9 %. Früher oder später werden diese höheren Produktionskosten beim Endverbraucher ankommen – und damit auch die Verbraucherpreise weiter antreiben. Ein weiteres Warnsignal, das der Markt jedoch zu ignorieren scheint, denn die Kurse kletterten trotzdem weiter. Zusätzliche Hoffnung speisen sich aus den bevorstehenden Gesprächen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin, die am heutigen Freitagabend gegen 21:00 Uhr MEZ in Alaska stattfinden sollen. Somit dürfte die Kommende Handelswoche einiges an Bewegung bereithalten. Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du hier.
|