Arghavān! Welches Geheimnis ist es, dass der Frühling bei jeder Rückkehr Trauer in unser Herz legt? Dass die Erde Jahr für Jahr vom Blut der Schwalben rotgefärbt wird und den Geschundenen Wunde um Wunde zufügt? Liebe Freundinnen und Freunde, das neue Jahr ist noch nicht alt und doch bereits blutüberströmt. Wir Europäerinnen und Europäer, im relativen Glück unserer simulierten Wahnkatastrophen, schälen uns im Schneckentempo aus einer naiven und dekadenten Lethargie, während Iranerinnen und Iraner für den Wunsch nach einem System auf die Straße gehen, das wir hier längst verwirklicht und für sicher gehalten haben. Neben vielen anderen Zusammenkünften möchte ich besonders auf die Veranstaltung „Solidarität mit Iran“ am 22. Februar um 15:00 Uhr im Restaurant PARS in Berlin-Charlottenburg [Grolmannstr. 53, 10623] hinweisen. Die Zeilen, die diesen Zirkular eröffnen, stammen von dem exilierten Dichter Hushang Ebtehaj (1928–2022). Der Künstler und Grafiker Masoud Morgan hat sie ausgewählt, um sie im Wortsinn zu animieren, zu verlebendigen und ihnen ein neues Kleid zu geben. Seine gestern veröffentlichte Arbeit findet sich hier. Denn ja: Soziale Medien sind das Krebsgeschwür unserer Gesellschaften. Sie zersetzen demokratische Systeme und neuronale Netze. Und doch sollte man – das dialektische Momentum nicht verpassend – dankbar sein, dass sie in einem Land wie dem Iran existieren. Sonst wäre alles schwarz. In Hamburg am Fluss In Hamburg am Fluss liegt ein Ort der Gastfreundschaft. Der Kunst und der Gemeinschaft, der Musik, des Tanzes und des Yogas: Der Projektraum Övelgönne 106. An diesen besonderen Ort lädt die persische Musikerin und Komponistin Elshan Ghasimi in diesem Jahr viermal zum Persischen Salon ein. Das Sitz- und Liegekonzert ist kostenfrei, eine Platzreservierung wird empfohlen. 14. März 2026, 16 Uhr 02. Mai 2026, 16 Uhr 19. September 2026, 16 Uhr 07. November 2026, 16 Uhr |